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Die Welt der »Mousfallskramer«

Im Eifel-Dorf Neroth zeigt ein Museum, wieso die Bauern im Ort einst sogar bis Königsberg lieferten

  • Von Walter Schmidt
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Wenn früher die Hausierer aus dem Eifeldorf Neroth sich einer Siedlung näherten, waren für Mäuse und Ratten die fetten Zeiten vorbei. Denn die fahrenden Händler hatten die neuesten Fallen-Modelle im Gepäck – von armen Bauern im Nebenerwerb gefertigt und gedacht für ganz Deutschland.

Die »Hausiererin« Carola Philips erklärt eine Mausefalle.

Kommern/Neroth. Kaum ist die Frau im Dorf aufgetaucht, kommen die ersten Kinder gelaufen. Kein Wunder: Sie sieht seltsam aus mit ihrem Schlapphut, dem Stoffrucksack und den Drahtflechtereien, die aufgefädelt an einem weiten Eisenring unterhalb ihrer Schulter baumeln. Die Kleinen schauen sie erwartungsvoll an.

Die fahrende Händlerin kennt das schon. Sie lebt davon, Aufsehen zu erregen und die Menschen, ob jung oder alt, mit ihren Geschichten und Anekdoten zu fesseln. Und das kann weit weg sein von Neroth, dem kleinen Eifel-Dorf bei Gerolstein, wo die Böden wenig abwerfen und die Menschen so arm sind, dass Mitte des 19. Jahrhunderts nach einem Bericht des damaligen Bürgermeisters Klein »ein Viertel von Almosen« lebt.

Tod in der Regentonne

Das immerhin hat sich in letzter Zeit gebessert, und jetzt, im Jahre 1871, ist endlich der Bahnhof in Gerolstein an der Strecke Trier-Köln eröffnet worden. Und Regine Braconnier (sie selber sagt:...


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