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Im Soul-Organismus

Die Ausnahmekünstlerin Erykah Badu verzauberte mit Charisma und Pathos das Tempodrom

  • Von Tobias Riegel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Es war ein Abend der Zeitreisen. Das Konzert der Sängerin Erykah Badu am Mittwoch hatte die Intensität einer Indianerzeremonie. Doch am Anfang standen die Hip-Hop-Klassiker der 90er Jahre. Das souverän gemixte Intro des Band-DJs der schillernden, sperrigen, musikalisch wie inhaltlich unbequemen Afroamerikanerin demonstrierte im zu drei Viertel gefüllten Tempodrom, worauf der Funk-Soul-Psychedelik-Kosmos der stimmlichen und technischen Ausnahmekünstlerin beruht.

Public Enemy, Paris, Dr. Dre, Naughty by Nature, Snoop Dog, Wu Tang Clan, NWA – dies war der Humus, auf dem das bis heute bestaunte Badu-Debut »Baduizm« von 1997 gedeihen konnte. Gleichzeitig setzte sich die heute 40-Jährige mit diesem Meilenstein des Neo-Souls durch Themenwahl und Instrumentierung von den erwähnten, inhaltlich zunehmend verflachenden Rappern und Produzenten ab. Dass Badu aber jenen – heute fälschlich fast nur noch als gewaltfixierte Materialisten übe...


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