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Hunger greift Immunsysteme an

In Äthiopiens Flüchtlingslagern droht eine Masern-Epidemie

  • Von Kristin Palitza, Kapstadt
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Hungerkatastrophe am Horn von Afrika spitzt sich weiter zu. Auch in Äthiopien sind die Flüchtlingslager inzwischen überfüllt. Wie in Kenia überqueren hier täglich rund 2000 somalische Hungerflüchtlinge die Grenze. Jetzt droht der Ausbruch von Masern.

Das medizinisches Personal kann dem Bedarf kaum nachkommen. Bei ihrer Ankunft in der Grenzstadt Dolo Ado, im Südosten Äthiopiens, sind Erwachsene und Kinder völlig erschöpft. Der gesundheitliche Zustand der Menschen ist extrem schlecht. Ihre Immunsysteme sind schwach.

40 Prozent aller Flüchtlingskinder sind laut Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen mangelernährt. Viele von ihnen leiden an Atemerkrankungen und Durchfall. »Unsere Mittel sind bald erschöpft«, erklärte der Krisenmanager von Ärzte ohne Grenzen, Jérôme Souquet, die Lage in Äthiopiens Flüchtlingslagern um Dolo Ado. »Wir haben nicht genug Wasser und Sanitäranlagen für alle Menschen. Selbst Lebensmittel sind ein Problem.« Daher sei das Risiko groß, dass Krankheiten in den Lagern ausbrechen.

Ärzte ohne Grenzen hat bereits mehrere Masernfälle in Dolo Ados Zeltdörfern diagnostiziert. »Flüchtlinge sind extrem anfällig für übertragbare Krankheiten. Die Lage wird dadurch verschlimmert,...


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