Susanne Steffen 08.08.2011 / Wirtschaft und Umwelt

Japans Bauern vor dem Bankrott

Immer mehr Lebensmittel in Japan radioaktiv verstrahlt / Bauern fordern Entschädigung von Reaktorbetreiber Tepco

Erst das Gemüse, dann das Fleisch, bald der Reis: Immer mehr Lebensmittel in Japan sind radioaktiv verstrahlt. Die Verbraucher haben kein Vertrauen mehr in die Lebensmittelkontrolle und weichen auf Importe aus. Den Bauern droht der Bankrott.

An das Reisstroh hatte niemand gedacht. Monatelang wurden Schlachtrinder in ganz Japan mit Reisstroh aus Fukushima und Umgebung gefüttert, das in den Tagen nach der Reaktorkatastrophe im Freien gelagert worden war. Weder die Tepco, der Betreiber des harvarierten Atomkraftwerks, noch die Regierung hatten die Bauern vor der Strahlengefahr gewarnt. Es gab weder Fütterungsverbote noch Anweisungen, das Stroh nicht im Freien zu lagern.

Dieses Versäumnis löste jetzt einen der größten Lebensmittelskandale des Landes aus. Erst als zufällig bei der Kontrolle einer Fleischprobe sehr stark erhöhte Strahlung gemessen wurde, kamen die staatlichen Kontrolleure auf die Idee, das Stroh auf Radioaktivität zu testen. Sie maßen Strahlenwerte, die zigtausendfach über den zulässigen Grenzwerten lagen. Doch da war es bereits zu spät. Mehrere Tausend verseuchte Rinder waren schon geschlachtet und zum Teil sogar verzehrt. Wie in jedem Jahr hatten Fukushimas...

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