Velten Schäfer 08.08.2011 / Berlin / Brandenburg

Flipperkugeln im Aschenbecher

Vor dem Kunsthaus Bethanien steht bis Herbst eine berollbare Skateboard-Bodenskulptur

Einweihung der Street-Art-Skulptur »Papa und Ich« von Dave The Chimp

Was unternehmen zwar geschichtsbeladene, heute aber doch eher periphere Kleinstädte wie etwa Pécs und Turku, um als Europas »Kulturhauptstadt« Modernität, Kreativität und einen gewissen kulturellen Sex-Appeal an den Tag zu legen? Richtig, sie hängen Skateboardfotos auf. Das Präsentieren von Praktiken wie »Skateboarding, Street Dance, Parkours oder Rock und Pop-Konzerten«, schrieb kürzlich die finnische Kultursoziologin Tuuli Lähdesmäki, sei offensichtlich eine probate Strategie, »einen Diskurs der Diversität« zu produzieren – spätestens seit der documenta 2002, die einen Skateboard-Pool der Gruppe »SIMPARCH« zeigte. Dieser Diskurs müsse sich nicht auf eine vermeintliche »Authentizität« kultureller Hervorbringungen berufen, sondern unterstreiche die Formbarkeit urbaner Kultur.

Berlin, ohnehin eine Art Disneyland des globalen »Cool«, hat solche Eigenwerbung offensichtlich nicht mehr nötig. Vielmehr scheint die Stadt mit Repräsentati...

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