Jenny Becker 13.08.2011 / Brandenburg
50 Jahre Mauerbau

Folklore und Detektivspiel

Die Spuren der Berliner Mauer sind vielfältig – ebenso die Art der Erinnerung

Hinterlandmauer Bornholmer Straße

Mitten in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul stoßen Touristen verwundert auf Reste der Berliner Mauer. Drei Segmente stehen auf dem dortigen Berliner Platz, gleich neben einer nostalgischen Gaslaterne aus dem Berliner Tiergarten und einer quietschbunten »Buddy Bär«-Skulptur. Die Mauer symbolisiert »die Hoffnung auf eine friedliche Vereinigung der koreanischen Halbinsel«, verrät eine Widmung. Ein bisschen ist das Ensemble aber einfach deutsche Folklore, die als Fotomotiv dient. Ein halbes Jahrhundert nachdem die Mauer als Grenzsicherung mitten durch Berlin gebaut wurde, sind ihre Reste in aller Welt begehrt. Etwa 500 Einzelstücke sind über den Globus verstreut. Doch welche Spuren hat sie an dem Ort hinterlassen, den sie 28 lange Jahre teilte? Wie wird sich ihrer dort erinnert, wo Menschen bei Fluchtversuchen ihr Leben ließen?

In Berlin ist nicht viel übrig von dem ausgeklügelten Grenzsystem, das die Welt in Freund und Feind trenne...

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