Wutbürger in Wurstpelle

Beim 25. Fantasy Filmfest treffen echte Innovationen auf altbewährte Genreklischees

Verlierer, Superhelden-Karikatur, egoistischer Schläger: Der Film »Super« dekonstruiert verstörend und witzig Hollywoods Comic-Mythen.

Lange hat Frank klaglos in der Imbissbude Burger gewendet und sich von seiner Frau missachten lassen. Doch unaufhaltsam driftet jene Ex-Stripperin (lasziv: Lyv Tyler) wieder in die Drogenabgründe ihrer unkeuschen Vergangenheit ab. Als sie schließlich mit einem Kleinganoven (schillernd: Kevin Bacon) durchbrennt, tun das auch die letzten Sicherungen in Franks Schädel (brodelnd: Rainn Wilson). Fortan sieht der korpulente Komplexhaufen buchstäblich rot – verwandelt er sich doch per dilettantischem Kostüm in »Crimson Bolt«. Was Autor und Regisseur James Gunn jenen abstoßend egoistischen »scharlachroten Blitz« anstellen lässt – geschützt durch Spandexkluft und Maske, befeuert durch ganz private Unbill – das bricht mit allem, was der Kinogänger bislang mit dem Superheldentum verbinden konnte.

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