Lesesaal mit Parkscheibe

Wie die Fachhochschule Regensburg versucht, das Kapazitätsproblem ihrer Bibliothek zu lösen

  • Von Christine Cornelius, dpa
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Hochschulbibliotheken sind oft brechend voll. Wer einen freien Platz im Lesesaal gefunden hat, blockiert ihn oft über Stunden, auch bei langen Pausen. Die Fachhochschule Regensburg schafft Abhilfe – mit »Pausenscheiben«.

Regensburg. Jeder kennt das Phänomen vom Strand: Das Badehandtuch wird morgens auf der Liege ausgebreitet – und dort bleibt es dann den ganzen Tag lang. »Das ist mein Platz« signalisiert es. Diese »Badestrand-Mentalität« gibt es auch in vielen Hochschulbibliotheken. »Ein Student kommt morgens, legt seine Sachen hin, geht weg und blockiert den Platz«, sagt der Bibliotheksleiter der Fachhochschule Regensburg, Claus Kuttler. Abhilfe schafft dort seit diesem Sommer die sogenannte Pausenscheibe. Sie sieht aus wie eine Parkscheibe – in roter Farbe.

350 Plätze, 40 Not-Tische

Das Prinzip ist einfach. Wer seinen Platz verlässt, stellt den Beginn seiner Pause an einer Drehscheibe ein – wie beim Parken eines Autos. Bleibt der Tisch länger als eine Stunde lang leer, dürfen andere Bibliotheksbesucher die Sachen des Vorgängers wegräumen. Design und Text der Pausenscheibe entwarf die Fachhochschule, den Auftrag bekam eine regionale Druckerei. »Ha...

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