Wowi und die Wanderarbeiter

Der Regierende Bürgermeister konnte den Kreativen Berlins bei einer Debatte nur wenig anbieten

  • Von Tom Mustroph
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat ein Ziel. Zu »Reicher werden. Sexy bleiben« aktualisierte er auf einer Podiumsdiskussion vor Künstlern, Kulturmanagern und Vertretern der Kreativwirtschaft der Stadt sein berühmtes Motto des »arm, aber sexy«. Wie Wowereit Besitz anhäufen will, erschloss sich am Montagabend in der Kulturbrauerei aber nicht. Er verwies lediglich auf weiter steigende Mietpreise und suggerierte so einen kommenden Wohlstand – ignorierend, dass eine derartige Entwicklung nicht gleichbedeutend mit einem soliden Baugrund für eine offene und gerechte Gesellschaft ist.

Immerhin erkannte er aber, dass ein derartiger Wohlstand auch Verlierer produziert – und das gerade in einem Bereich, der doch als Standortmerkmal Berlins immer wieder gelobt wird. Preiswerte Arbeitsräume für Künstler sind die wichtigste Ursache für die Entwicklung der Stadt zur weltweit gerühmten Kulturmetropole. Wowereit offerierte...


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