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Revolutionsaufrufe auf Indiens Straßen

Regierung sieht sich mit wachsender Volksbewegung gegen Korruption konfrontiert

  • Von Henri Rudolph, Delhi
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Auch am Mittwoch hielten in Indien die Proteste gegen die Festnahme des Bürgerrechtlers Anna Hazare an. Die Behörden wollen dessen Bewegung »Indien gegen Korruption« abwürgen.

Premier Manmohan Singh wurde am Mittwoch im Parlament immer wieder von Zwischenrufen unterbrochen, als er erklärte, seine Regierung lehne die Methoden Hazares ab. Doch die Bevölkerung solidarisiert sich unmissverständlich mit der Kampagne. Immer wieder war in den vergangenen Tagen auf den Straßen indischer Städte der Ruf »Inqelab Sindabad!« (Es lebe die Revolution!) zu hören.

Die Regierung der Vereinten Progressiven Allianz muss eine Revolution wohl fürchten, denn sonst hätte sie den harmlosen, friedlichen, betagten Anna Hazare am Dienstag nicht in Vorbeugehaft genommen. Hazare und seine engagierten Mitstreiter wollen das auf allen Ebenen verbreitete Übel der Korruption ausrotten und dafür eine mit Vollmachten ausgestattete Institution »Lokpal« ins Leben rufen. Ihre Vorstellungen formulierten sie in einem Gesetzentwurf formuliert, den sie auch mit Regierungsvertretern debattiert hatten. Die aber lehnten das Papier ab. Stattdessen legte ...


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