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Brieftaube wird arbeitslos

Kommentar von Silvia Ottow

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Momentan darf es wirklich 16 Tage dauern, ehe Informationen über ansteckende Krankheiten aus den Arztpraxen zum Robert-Koch-Institut in Berlin gelangen, das auf dieser Grundlage Strategien zur Eindämmung der entsprechen Krankheiten entwickeln soll. Man glaubt sich ins Zeitalter von Postkutsche und Brieftaube zurückversetzt, die in Gesundheitsämtern und Landesmeldestellen Station machen, um die Pferde zu wechseln oder ein paar Körner zu picken. In der Zeit können Bakterien oder Viren bereits einmal um die Erde reisen.

Insofern ist der Vorschlag, dass Ärzte diagnostizierte Infektionen in 24 Stunden melden und anschließend nur noch drei Tage Zeit bleiben, ehe diese Informationen auf dem Tisch der Berliner Experten liegen, ein riesengroßer Fortschritt. Man könnte mit Sicherheit auch alles an einem Tag schaffen, aber wollen wir die Behörden mal nicht zu sehr erschrecken.

Information haben es in diesem Gesundheitssystem ohnehin schwer, an jene Stellen zu gelangen, wo sie wirklich gebraucht werden. Ein Beispiel dafür ist das bundeseinheitliche klinische Krebsregister, das es nur im Osten und zwei weiteren Bundesländern flächendeckend gibt und das von den Fachgesellschaften seit Jahren vergeblich gefordert wird, um besser gegen die gefürchtete Krankheit vorgehen zu können.

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