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Favoritin ist wieder mal die »Fette Motte«

DRACHENBOOTRENNEN: Über 3000 paddeln am Wochenende zum 20. Mal um den Großen Preis von Schwerin

  • Von Alexander Müller, dpa
  • Lesedauer: 2 Min.

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An diesem Wochenende sind in Schwerin wieder die Drachen los (Foto: dpa). Von Freitag bis Sonntag, nämlich bis zum Großen Preis von Schwerin, geht es rund und bunt zu beim alljährlichen Drachenbootfest.

Detlef Baumann steht am Ruder des »ETD – Das Original«. Laut schreit er seine Anweisungen über den Schweriner Heidensee. Auf diesem Nebengewässer des Schweriner Sees bereitet sich die Mannschaft vom Drachenbootverein Schwerin auf das nun bereits 20. Drachenbootfest vor. Der 60-jährige Baumann gilt als Urgestein dieses Sports. Seit 1994 hat er mit seinen Teams kein Rennen in Schwerin ausgelassen.

»Achtung! Paddel vor! Los!« Erst mit kurzen, dann immer längeren Schlägen bringen die 20 Frauen und Männer ihr Boot auf Geschwindigkeit. Sie sind 22 bis 60 Jahre alt. »Lang und dreckig durchziehen«, beschreibt Baumann die Strategie, mit der sie erfolgreich sein wollen. Der letzte große Sieg liege viele Jahre zurück. »Die Konkurrenz ist viel größer geworden«, sagt Baumann.

Mehr als 120 Teams und insgesamt rund 3100 Sportler aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland haben sich für die Rennen auf dem Pfaffenteich mitten in Schwerin angemeldet. Damit sei die Veranstaltung eine der größten dieser Art in Europa. Eröffnet werden die Wettkämpfe am Freitagabend, zu Ende gehen sie am Sonntag mit dem Kräftemessen der Firmen-Mannschaften sowie dem Finale um den Großen Preis von Schwerin. Die Veranstalter rechnen mit etwa 50 000 Zuschauern.

Drachenboote kommen ursprünglich aus China und haben dort eine jahrtausendealte Tradition. In den vergangenen Jahren ist der Sport auch hierzulande immer populärer geworden. Im Deutschen Kanu-Verband (DKV) haben sich seit 2003 bundesweit 150 Vereine organisiert, stetig kommen neue dazu. Im Deutschen Drachenboot-Verband schlossen sich weitere 61 Vereine zusammen. »Im Gegensatz zu anderen Paddelarten ist das Drachenbootfahren ein Sport für die ganze Familie«, erklärt der Drachenbootleiter im DKV, Wolfgang Behn. Seine besondere Anziehungskraft beziehe der Sport aus einer Mischung von Spaß und Leistung.

Eine der bislang erfolgreichsten Mannschaften in Schwerin ist das Team »Fette Motte«, zu dem sich Sportler aus Berlin und Neubrandenburg zusammengefunden haben. Dreimal in Folge holte das Boot den begehrten Pokal in der höchsten Rennliga, der »Champions-Klasse«.

»Wir paddeln alle regelmäßig, haben genialen Teamzusammenhalt und sind heiß auf jedes Rennen«, erklärt Kapitän Ronny Keil das Erfolgsgeheimnis. Doch der 27-jährige Student aus Berlin weiß: Auch in diesem Jahr wird die Konkurrenz stark sein. Und viermal in Folge gewonnen, das hat bisher noch niemand.

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