Ein Denkmal und 60 Bände

Erinnerungen an eine Goethe-Ehrung: »ein unmäßiger Bauplan«

  • Von Klaus Bellin
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Der Gedanke ging ihm nicht aus dem Kopf. Am 25. August 1819 fragte sich Sulpiz Boisserée, Kölner Kunstsammler und –forscher von europäischem Rang, ob er nicht seine Idee, Goethe in Frankfurt/Main ein Denkmal zu errichten, beim Fest für den Dichter vortragen sollte. Noch war er unschlüssig, aber der Plan, notierte er einen Tag später, ließ ihn nicht ruhen. Und Boisserée hatte das Ganze bereits vor Augen: »Colossale Büste von Dannecker«, heißt es in seinem Tagebuch. »Basreliefs von Thorwaldsen – rundes Gebäude in der Anlag um die Stadt gegen Sonn-Untergang. Vielleicht auch Gemälde.« Freilich: Diese Ehrung würde sich, das wusste er auch, so einfach nicht realisieren lassen. Noch nie war in Deutschland einem lebenden Dichter ein Denkmal errichtet worden.

Die Freunde, die sich am 28. August in einem Frankfurter Saal zusammenfanden, um Goethes 70. Geburtstag zu feiern, waren für das Projekt leicht zu begeistern. Man gründete sogleich eine...

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