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Sinnsuche und Pathos mit Tempo

Endspurt beim Berliner Festival »Tanz im August« / Zehn von 13 Stücken bewiesen Qualität

  • Von Volkmar Draeger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Die Hip-Hop-Artisten von Mickaël Le Mer

Lange passiert nichts. Auf der Szene Kästen hochkant im Dunkel, dazu Herzpochen vom Band. Die Kästen wandern, drehen, werden Türstöcke, durch die man fremde Welten erobert: das Leben. Das tun sechs Männer, kippen die Requisiten, ringen in Duos nach Balance. »In Vivo«, im Leben, haben sie sich zu behaupten, treten durch die Rahmen immer neu ein, treffen in Ansprüngen, Würfen, Fangposen aufeinander, formieren sich gefasst, gehoben zur Plastik. Stets bleiben sie in Kontakt, auch als sie die Kästen zum begehbaren Gebilde stapeln, fügen, anschrägen. Aus Begegnung, Provokation, Drohgebärde werden Duette mit rasant geflogenen Umhebungen, flüssig, geschmeidig, sicher.

Verhalten entwickelt sich die Sinnsuche, entlädt sich in virtuosen Sturz-Dreh-Kaskaden, ohne dass artistischer Selbstzweck triumphiert. Man beobachtet einander bis zum Moment des Eingreifens. Dafür ergibt sich im originellen Gruppenstück reichlich Gelegenheit. Unspektakulär endet ...


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