Werbung

Lockerbie-Attentäter liegt im Sterben

Krebskranker Libyer Megrahi fällt immer wieder ins Koma

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Zwei Jahre nach seiner Freilassung aus einem schottischen Gefängnis liegt der Lockerbie-Attentäter Abdelbaset al-Megrahi offenbar im Sterben.

Washington/Tripolis (dpa/ND). Wie der US-Sender CNN berichtete, fand ein Reporter des Senders den Krebskranken am Sonntag in seinem Haus in Tripolis. Dort werde Megrahi von seiner Familie versorgt. Er falle immer wieder ins Koma, benötige Sauerstoff und hänge am Tropf.

Die Familie beklagte CNN gegenüber, dass er nicht ärztlich betreut werde, sondern zu Hause gepflegt werden müsse. Plünderer hätten Medikamente mitgenommen. »Es gibt keinen Arzt, es gibt niemanden, den man fragen kann. Wir haben nicht einmal mehr eine Telefonleitung«, sagte Megrahis Sohn Khaled dem Sender.

CNN-Reporter Nic Robertson beschrieb den Attentäter nur noch als »Schatten seiner selbst«. Er fügte hinzu: »Ich war geschockt, als ich in das Zimmer ging und ihn in einem solchen Zustand sah.«

Der Nationale Übergangsrat in Libyen hatte am Sonntag eine Auslieferung des Mannes nach Großbritannien oder in die USA ausgeschlossen. Justizminister Mohammed al-Alagi sagte in Tripolis: »Wir werden keinen libyschen Bürger an den Westen übergeben.« Megrahi sei bereits verurteilt und werde für den selben Vorwurf nicht noch einmal verurteilt.

Der schwer krebskranke Megrahi war aus schottischer Haft entlassen worden, weil ihm Ärzte eine Lebenserwartung von nur noch wenigen Monaten bescheinigt hatten. Bei dem Attentat auf eine Boeing 747 der US-Fluggesellschaft PanAm über dem schottischen Lockerbie waren 1988 insgesamt 270 Menschen gestorben – darunter viele US-Amerikaner. Megrahi ist der einzige, der jemals dafür zur Rechenschaft gezogen wurde.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!