Sekten-Arzt wähnt sich sicher in Krefeld

Hartmut Hopp war einer der führenden Köpfe der deutschen Siedlung Colonia Dignidad in Chile

  • Von Harald Neuber
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Bislang vermochten die deutschen Strafverfolgungsbehörden kaum etwas gegen den 67-jährigen Hartmut Hopp zu unternehmen. Doch nun könnte es ernst werden für den ehemaligen Anführer der Sektensiedlung Colonia Dignidad in Chile.

Seit Hopp und seine Ehefrau Anfang Mai in einer Nacht-und-Nebel-Aktion aus Chile flohen und sich über Argentinien und Brasilien nach Deutschland absetzten, sorgt der Fall auch hierzulande für Aufsehen. In Chile wurde der Sekten-Arzt wegen Beihilfe zu sexuellem Missbrauch in mehreren Fällen zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt, der er sich durch seine Flucht entzogen hat.

Die Behörden in dem südamerikanischen Land heben Hopps führende Rolle gleich nach Sektengründer Paul Schäfer hervor, der im April 2010 in Chile in der Haft verstarb. Der chilenische Sonderermittler Jorge Zepeda fordert deswegen die Auslieferung des Flüchtigen, der mit Interpol-Haftbefehl gesucht wird. Bislang jedoch ohne Folgen: Nach deutschem Recht verjährt der Hopp vorgeworfene Missbrauch von Kindern nach zehn Jahren. Und in Artikel 16, Absatz 2, des Grundgesetzes heißt es: »Kein Deutscher darf an das Ausland ausgeliefert werden.«

Dennoch ist der Fall Hopp im Fl...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 576 Wörter (3887 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.