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Frauen-Achter rudert hinterher

Erste Ernüchterung für DRV-Boote bei der WM

  • Von Oliver Mucha, SID
  • Lesedauer: 2 Min.

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Nach dem glänzenden Auftakt haben die deutschen Ruderer am zweiten Tag der WM im slowenischen Bled die ersten Rückschläge erlitten. Der Frauen-Achter belegte in seinem Vorlauf abgeschlagen den letzten Platz und muss für die angepeilte Finalteilnahme nun den Umweg Hoffnungslauf nehmen. Auch der Leichtgewichts-Doppelzweier mit Marie-Louise Dräger/Anja Noske (Rostock/Saarbrücken) muss nach Platz drei im Vorlauf in den Hoffnungslauf.

»Das war ein kleiner Rückschlag, aber insgesamt können wir mit dem Start zufrieden sein. Ich blicke dem weiteren Verlauf der WM zuversichtlich entgegen«, sagte Siegfried Kaidel, Präsident des Deutschen Ruderverbandes (DRV). Für einen Lichtblick auf dem idyllischen Bleder See sorgten am Montag Kerstin Hartmann/Marlene Sinnig (Ulm/Krefeld) im Zweier ohne Steuerfrau. Durch den dritten Rang im Hoffnungslauf erreichte das Duo das Halbfinale. Sinnig hatte im Vorlauf am Sonntag wegen Rückenproblemen noch auf einen Start verzichten müssen und war durch Katrin Reinert (Heilbronn) ersetzt worden.

Zehn DRV-Boote hielten sich in den Vorläufen der 14 olympischen Klassen schadlos, vier Boote müssen im Hoffnungslauf ihr Glück versuchen. Darunter der Frauen-Achter, der einen schwachen Eindruck hinterließ. »Wir sind nicht zufrieden«, sagte DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher, der nach sechs Vorlaufsiegen zum WM-Auftakt noch gestrahlt hatte.

Die Probleme im Frauen-Riemenbereich waren dem DRV aber schon vor der WM bekannt. Achter-Trainer Christian Viedt hat die Hoffnung dennoch nicht aufgegeben. »Ich denke, dass wir im Hoffnungslauf eine Antwort geben«, sagte Viedt, der über die Vorstellung seiner Frauen aber ebenfalls nicht glücklich war: »Wir wollten zumindest die Ukraine im Griff haben, das ist uns nicht gelungen.«

Der Rückstand auf Vorlauf-Sieger USA betrug nach 2000 Metern knapp 14 Sekunden. »Es ist aber immer schwer, wenn im Vorlauf nur ein Boot direkt weiterkommt und es einen klaren Favoriten gibt«, erklärte Viedt. Der Frauen-Achter muss bei der WM mindestens Fünfter werden, um das Ticket für die Olympischen Spiele 2012 in London direkt zu lösen.

Der seit über drei Jahren unbesiegte Deutschland-Achter greift nach seinem Vorlaufsieg heute im Halbfinale wieder ins Geschehen ein. Am Montag stand für das Flaggschiff nur eine Trainingseinheit an. »Den Vorlauf haben die Jungs gut weggesteckt«, sagte Achter-Erfolgstrainer Ralf Holtmeyer.

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