Nullwachstum dämpft Aufschwung

Steigende Erwerbstätigenzahlen basieren auf Niedriglöhnen und geringfügiger Beschäftigung

  • Von Hans-Georg Draheim
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In Deutschland kam das Wirtschaftswachstum fast zum Erliegen, die Euroschuldenkrise dauert an und die US-amerikanische Wirtschaft schwächelt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden gestern bestätigte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,1 Prozent.

Auch im Jahresvergleich schrumpfte das Wachstum von real 5,0 Prozent im ersten Quartal auf 2,8 Prozent im zweiten Vierteljahr. Dem robusten Aufschwung vom Jahresanfang folgte im zweiten Quartal nahezu ein Nullwachstum.

Positive Wachstumsimpulse kamen vom Staatskonsum mit einem Plus zum Vorjahr von real 1,3 Prozent sowie vom privaten Konsum, der im Jahresvergleich real um 1,4 Prozent gestiegen ist. Während die Bruttolöhne und -gehälter um 5,5 Prozent und das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte nominal um 3,4 Prozent zulegten, verblieb durch die Inflationsrate von 2,3 Prozent allerdings deutlich weniger Geld in der Haushaltkasse. Zugleich ging die Sparquote der privaten Haushalte von 10,9 Prozent im zweiten Quartal 2010 auf 10,6 Prozent im zweiten Quartal 2011 zurück.

Ein deutliches Plus im Jahresvergleich verzeichnete auch das Wachstum der Anlageinvestitionen. Während die Ausrüstungsinvestit...

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