Unterstützung der Bundespolizei kostet 250 000

(dpa). Die Unterstützung durch rund 360 Bundespolizisten pro Nacht bei der Fahndung nach Berliner Autobrandstiftern kostet das Land nach Angaben des Senats circa 250 000 Euro pro Woche. »Das sind in etwa dieselben Kosten, die beim Papstbesuch oder bei der Unterstützung durch Polizisten anderer Bundesländer am 1. Mai entstehen«, sagte Innensenator Ehrhart Körting (SPD) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus.

Zugleich trat der SPD-Politiker erneut Darstellungen entgegen, wonach er anfangs eine Unterstützung durch die Bundespolizei abgelehnt haben soll. Er habe lediglich darauf gedrungen, dass die Bundesbeamten nicht in Uniform, sondern verdeckt in Zivilkleidung auf den Berliner Straßen gegen Brandstifter vorgehen, betonte der Senator. Körting warf der Opposition vor, bei der Zahl der Polizeistellen in Berlin fortgesetzt mit falschen Zahlen zu operieren. Im Jahr 2001 habe es im Polizeivollzugsdienst 18 743 Stellen gegeben, von denen 17 488 voll besetzt gewesen seien. Heute gebe es 16 160 Stellen, von denen im März insgesamt 16 005 besetzt gewesen seien. Es seien in den vergangenen zehn Jahren also tatsächlich nur 1500 Stellen im Polizeivollzugsdienst abgebaut worden. Opposition und Polizeigewerkschaften sprechen von 4000 gestrichenen Stellen.

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