Sabotieren, blockieren, verhindern

Antifa-Gruppen wollen Nazidemo in Dortmund stoppen – mit Blockaden und zur Not auch anders

Hunderte Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet und Europa wollen am Sonnabend in Dortmund aufmarschieren. Die Drei Anti-Nazi-Zusammenschlüsse »Dortmund stellt sich quer«, »Alerta!-Bündnis« und »Dortmund nazifrei« rufen dazu auf, sich ihnen in den Weg zu stellen. Über geplante Protestaktionen und die Besonderheiten der rechten Szene in Dortmund sprach Katja Herzberg mit Sonja Brünzels vom linksradikalen »Alerta!-Bündnis«.

ND: Sie wollen den Naziaufmarsch »sabotieren, blockieren, verhindern«, heißt es in Ihrem Aufruf. Was planen Sie genau gegen den »Nationalen Antikriegstag«?
Brünzels: Unser Motto als Alerta!-Bündnis für den 3. September macht deutlich, dass wir uns nicht von Vornherein auf eine bestimmte Aktionsform festlegen wollen. Wir werden versuchen, den Aufmarsch zu verhindern. Ob das jedoch mit den Mitteln gelingen kann, die in Dresden in den letzten beiden Jahren zum Erfolg geführt haben, ist innerhalb unseres Bündnisses nicht unumstritten. Für den Fall, dass die geplanten Blockaden beispielsweise an der Übermacht der Polizei scheitern sollten, arbeiten wir auch an Alternativkonzepten.

Zudem wollen wir mit einer Vorabenddemo am Freitag Inhalte auf die Straße tragen, die über eine reine Anti-Nazi-Position hinausgehen. Der zugegebenermaßen hoch gesteckte Anspruch ist, eine konsequente Kritik an Kapitalismus und Krieg zu formulieren, die sich eb...


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