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Ernste Krise für das Solarwerk von Conergy

Frankfurt (Oder) (dpa). Die Spekulationen über einen möglichen Arbeitsplatzabbau im Solarwerk der Firma Conergy in Frankfurt (Oder) dauern an. Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (LINKE) kündigte gestern Gespräche mit dem Vorstand und mit dem Betriebsrat an. Conergy befinde sich in einer ernsten Krise, sagte Christoffers. Das habe die Auswertung von Beschlüssen der Aktionärsversammlung verdeutlicht. Weder Christoffers noch das Unternehmen bestätigten bislang Berichte, wonach knapp 100 der rund 700 Beschäftigten in Frankfurt (Oder) ihre Jobs verlieren könnten. Den Berichten zufolge will sich der Konzern wegen harter Konkurrenz aus Asien in dem Werk auf die Produktion von Solarmodulen konzentrieren und daher die Fertigung der Vorprodukte einstellen.

»Es gibt den Preisdruck. Das ist ein Branchenproblem«, sagte Conergy-Sprecherin Antje Stephan. »Wir suchen nach einer smarten Lösung.« Es würden verschiedene Szenarien diskutiert. Ob dazu auch ein möglicher Abbau von Stellen gehöre, wollte die Sprecherin nicht sagen. »Wir müssen dem Preisdruck begegnen«, erklärte sie. Eine Lösung gebe es aber derzeit noch nicht. Stephan bekräftigte, dass an dem Standort in Frankfurt (Oder) festgehalten werden soll. Unter den rund 700 Mitarbeitern seien 450 Festangestellte, hinzu kommen die Zeitarbeiter. Zu den Gesprächen mit dem Wirtschaftsminister wollte sich Stephan nicht äußern. Bevor keine Lösung gefunden sei, würden keine Details mitgeteilt, sagte sie. Offen ist, wann es die Gespräche geben soll.

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