Heiko Kauffmann 03.09.2011 / Kolumnen
Gastkolumne

Der Einzelfall zählt

Der Pädagoge und Publizist ist Mitgründer und Vorstandsmitglied von PRO ASYL.

1986 war das »Internationale Jahr des Friedens«; Gorbatschow führte Glasnost und Perestroika in die politische Arbeit ein; der Friedensnobelpreis ging an Elie Wiesel als Vorbild im Kampf gegen Gewalt, Unterdrückung und Rassismus. Im gleichen Jahr erreichte die Auseinandersetzung über das Selbstverständnis Deutschlands nach der von Helmut Kohl eingeleiteten »geistig-moralischen Wende« ihren Höhepunkt; mit regeneriertem Nationalgefühl sollte unter die Vergangenheit ein »Schlussstrich« gezogen und Deutschlands Rolle in der Welt neu bestimmt werden. Flüchtlinge und Minderheiten blieben als erste auf der Strecke: Keine Rede mehr von besonderer humanitärer Verpflichtung oder Abtragen historischer Schuld durch menschliche Asylpolitik. Stattdessen: Ressentiments, Ausgrenzung, Diskriminierung gegenüber Flüchtlingen. Politiker und Teile der Medien zündelten, Rechtsextreme sahen sich durch Schlagzeilen über »Asylmissbrauch« und »Überfremdung« bestätigt.

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