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Ausstieg aus verordneter Anpassung

Vier Weimarer erinnern sich an ihre DDR-Jugend samt Stasi-Haft

  • Von Kai Agthe
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
»... im langweiligsten Land der Welt« (Volker Brauns Kipper Paul Bauch)

Im Frühjahr 1961 nahm das Ministerium für Staatssicherheit die Ermittlungen auf, weil Unbekannte in Zeitz mit Farbe Wörter wie »Bananen« und »Gurken« auf die Schaufenster von Obst- und Gemüse-Geschäften gepinselt hatten. Der DDR-Geheimdienst wurde auf den Plan gerufen, weil man diese banalen Vokabeln verstand, wie sie gemeint waren: als Provokation. Denn derlei Produkte gehörten selten zum Angebot von HO- und Konsum-Verkaufsstellen.

Es wird also kaum verwundern, dass auch 22 Jahre später, im Herbst 1983, bei der MfS-Kreisdienststelle in Weimar und bei der Bezirksverwaltung in Erfurt alle Alarmglocken schrillten, nachdem Jugendliche in Weimar über Nacht politische Parolen gesprüht hatten.

Ein von der Anarcho-Bewegung im Westen abgegucktes Graffito lautete »Macht aus dem Staat Gurkensalat«. Unter diesem Titel haben nun vier der damals Beteiligten ihre Erinnerungen an »Eine andere Jugend in Weimar 1979-1989« vorgelegt: Ulrich Jadk...


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