Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Enttäuschung über Obama wächst

Auch bei den oppositionellen Republikanern sehen viele US-Bürger keinen Krisenausweg

Angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise sind die US-Bürger laut einer Umfrage sowohl zunehmend frustriert über die Politik von Präsident Barack Obama als auch über die der oppositionellen Republikaner.

Washington (AFP/ND). In einer Umfrage der »Washington Post« und des Fernsehsenders ABC News gaben 77 Prozent an, Obama habe die USA auf den »falschen Weg« geführt. 53 Prozent äußerten sich unzufrieden mit seiner Arbeitsmarktpolitik. Der Anteil der Bürger, deren finanzielle Lage sich unter dem derzeitigen Präsidenten nach eigenem Empfinden verschlechterte, kletterte mit 35 Prozent auf den höchsten Wert seit den 80er Jahren.

Mit 34 Prozent gab gut ein Drittel der Befragten an, Obamas Politik habe der Wirtschaft mehr geschadet als genutzt. Vom Gegenteil waren nur 17 Prozent überzeugt.

Schlechte Noten bekamen aber auch die Republikaner, die im Repräsentantenhaus die Mehrheit haben. 68 Prozent der Befragten äußerten sich unzufrieden über deren Arbeitsmarktpolitik, das waren 15 Prozentpunkte mehr als bei Obama. Bei der Frage, wer besser bei der Wirtschaftspolitik, bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und beim Abbau der Staatsverschuldung ist, schnitten Obama und die Republikaner mit jeweils rund 40 Prozent Zustimmung etwa gleich ab. Obama will am Donnerstag eine Spannung erwartete Rede über einen neuen Maßnahmenkatalog zur Schaffung von Jobs halten. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei gut neun Prozent.

Unterdessen schlägt Obama unverdrossen Durchhaltetöne an. »Ja, die Zeiten sind hart. Aber wir haben schon früher harte Zeiten durchgemacht«, sagte der Präsident am Montag (Ortszeit) in einer Rede in Detroit. »Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe keine Angst vor harten Zeiten«, so Obama vor 13 000 Gewerkschaftsanhängern, die sich zum Labor Day, dem Tag der Arbeit, in der Industriestadt im Bundesstaat Michigan versammelt hatten.

Er glaube trotz des politischen Stillstands in Washington weiter an eine Zusammenarbeit zwischen Demokraten und Republikanern, betonte Obama. Angesichts der »Dringlichkeit« der Lage und der Not so vieler Menschen müssten die beiden gegnerischen Lager »zusammenkommen«. »Die Zeit für Washingtoner Spiele ist vorbei, jetzt ist die Zeit zum Handeln«, appellierte er. »Zeigt uns, was ihr habt«, fordert Obama konkrete Vorschläge der Republikaner ein.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln