Eine Brücke in die Altersarmut

Veranstaltung zu Minijobs und Frauengleichstellung in Rheinland-Pfalz

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Als die rot-grüne Bundesregierung 2003 »Minijobs« bis 400 Euro aufwertete, sollte dies eine »Brücke« für Erwerbslose in den ersten Arbeitsmarkt bauen. Doch Minijobs sind oft eine Sackgasse und besiegeln Altersarmt. Ver.di und der Landesfrauenrat Rheinland-Pfalz luden zu einer Fachtagung ins Mainzer Frauenministerium.

»Auch Rheinland-Pfalz ist ein Minijobland geworden«, sagte Pia Müller von ver.di. Jede dritte erwerbstätige Frau sei in einem Minijob gelandet, meistens im Niedriglohnbereich. Weil eine ordentliche Altersabsicherung fehle, sei auch das Ziel der Gleichberechtigung dauerhaft gefährdet. All dies sei »weder individuell noch sozial nachhaltig«, stellte die rheinland-pfälzische Frauenministerin Irene Alt (Grüne) fest. Zwei Drittel aller Frauen in Minjobs strebten einen sozialversicherungspflichten Job an.

Aus dem »Sprungbrett« sei Normalität geworden, kritisierte Dorothea Voss-Dahm von der Uni Duisburg die bundesweit 7,4 Millionen Minijobs. Dies sei ein Fünftel aller Arbeitsverhältnisse – Handel jedes dritte, in Gastgewerbe und Gebäudereinigung jedes zweite. Viele Minijobber seien Aufstocker. Besonders betroffen seien Frauen, sehr junge und ältere Menschen. Minijobs führten zur Erosion sozialer Standards und einer Spaltu...

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