Der neue Alltag im Norden Japans

Das Beben und seine schrecklichen Folgen haben auch gesellschaftliche Probleme des Kaiserreichs offengelegt

  • Von Sebastian Maslow, Sendai
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Exakt ein halbes Jahr nach dem Erdbeben vom 11. März, dem folgenden Tsunami und dem von diesem ausgelösten Reaktorunfall lässt der Schock, unter dem die Bevölkerung Nordjapans stand, langsam nach. Aber: Ein halbes Jahr nach der Katastrophe steigt auch die Enttäuschung. Die Region fühlt sich von Tokio vernachlässigt. Zehntausende leben in Notunterkünften. Aus dem Kernkraftwerk Fukushima tritt noch immer Radioaktivität aus.

Saftig grüne Reisfelder prägten einst den Ausblick auf den schmalen Küstenstreifen zwischen der Schnellstraße im Süden Sendais und dem Flughafen der Stadt. Heute führt die Reise hier nur noch durch eine abgeräumte Trümmerwüste. Sechs Monate nach dem verheerenden Beben vom 11. März sind entlang der Pazifikküste Tohokus die Überreste der Katastrophe beinahe beseitigt. Achtzig Prozent der Trümmer habe man bereits weggeräumt, heißt es offiziell. Vielerorts erinnert nur noch eine traurige Leere an die schrecklichen Augenblicke.

Langzeitfolgen der Dreifachkatastrophe

Das Megabeben der Stärke neun vor der Küste Miyagis löste einen Tsunami historischen Ausmaßes aus. Die Fluten rissen nicht nur Zehntausende Menschen in den Tod, sondern zerstörten auch unzählige Hektar Land in der ohnehin wirtschaftsschwachen Region. Die gigantische Welle hinterließ schwere Schäden am Atomkraftwerk Fukushima Dai-ichi und sorgte so für die schwerste Atomkri...

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