Ines Wallrodt 12.09.2011 / Inland

Wahlkampf für die Netzgemeinde

Die Demonstration gegen Überwachung in Berlin gehörte dieses Jahr den Parteien, nicht der Bewegung

Man hatte sich fast dran gewöhnt: Das Thema Datenschutz kann Massen mobilisieren. Zwar ist das diesmal nicht wie in den Vorjahren gelungen, doch das sollte nicht täuschen: Das Bewusstsein dafür ist weiterhin hoch.

Anonymität ist Freiheit. Foto:dpa/Stache

Am Demo-Stand des AK Vorrat sammelt Kai Uwe Steffens Unterschriften für die Online-Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung, die er Ende August gestartet hat. Ganz traditionell auf Papier – das sei möglich, hat er herausgefunden. Im Internet sind bislang 25 000 Unterstützer beisammen. Nach der Freiheit-statt-Angst-Demonstration am Sonnabend in Berlin werden es wohl etwa 1000 mehr sein. Die üblich hohe Zahl – schon die Verfassungsbeschwerde gegen die anlasslose Speicherung aller Kommunikationsverbindungsdaten haben 30 000 Menschen unterstützt. In den vergangenen Jahren waren auch mehrmals zehntausende Menschen in Berlin für (digitale) Bürgerrechte auf der Straße. Doch diesmal fanden sich nur rund 5000 Demonstranten ein, die vom Brandenburger Tor zum Alexanderplatz zogen.

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