»Die Häuser der Menschen werden zerstört«

Niema Movassat über soziale Folgen von Weltmeisterschaft und Olympia im Ausrichterland Brasilien

Niema Movassat ist Mitglied des Deutschen Bundestages für die Fraktion DIE LINKE. Er ist stellvertretender Vorsitzender der deutsch-brasilianischen Parlamentariergruppe und reiste in dieser Funktion im Rahmen einer Delegationsreise im August durch verschiedene Teile Brasiliens. Die Vorbereitungen für die Fußball-WM 2014 und Olympia 2016 waren eines der Themen auf dieser Reise. Über die drohenden sozialen Auswirkungen der Infrastrukturmaßnahmen sprach mit ihm für ND Martin Ling.

ND: Die Meldungen mehren sich: Bei vielen Bauprojekten im Vorfeld der WM kommt es zu Umsiedlungen und Enteignungen in Brasilien. Welche Erkenntnisse darüber konnten Sie bei ihrer Brasilien-Delegationsreise gewinnen?
Movassat: Die Vorbereitungen für die Durchführung der Fußball-WM haben bereits jetzt massiv negative Auswirkungen auf den armen Teil der Bevölkerung, der in informellen Siedlungen, den sogenannten Favelas, lebt. In São Paulo hatten wir dazu ein Gespräch mit Vertretern sozialer Bewegungen. Diese berichteten uns, dass alleine dort 200 000 Favela-Bewohner »umgesiedelt« werden sollen, um Platz zu schaffen für die nötige Infrastruktur. Dabei sei aber Umsiedlung eigentlich das falsche Wort, besser passe der Begriff »Armenbeseitigung«, da die Häuser der Menschen zerstört und sie auf die Straße gesetzt werden. São Paulo ist nur ein Beispiel, in Rio de Janeiro sind sogar 600 000, landesweit insgesamt 2 Millionen Menschen in verschied...

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