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Vatikan-Bedingungen für Pius-Bruderschaft

Wiederaufnahme der Lefebvre-Anhänger möglich

Rom/Genf (epd/ND). Nach zweijährigen Lehrgesprächen des Vatikans mit der abtrünnigen ultrakonservativen Pius-Bruderschaft gibt es Bewegung. Der Generalobere der Pius-Brüder, Bischof Bernard Fellay, kündigte am Mittwochabend in einer Stellungnahme an, die Führung der Bruderschaft werde das Vatikan-Dokument, das Voraussetzungen für eine Aussöhnung formuliert, prüfen. Er könne versichern, dass eine Entscheidung »für das Wohl der Kirche und der Seelen« getroffen werde, sagte Fellay. Vorangegangen war ein Treffen zwischen den Pius-Brüdern und der römisch-katholischen Glaubenskongregation.

Aus Sicht des Vatikans ist die Anerkennung der Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) für die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche unerlässlich. Dazu gehören das Recht auf Religionsfreiheit sowie der Dialog mit anderen Religionen.

Die 1969 aus Ablehnung gegen die Konzilsreformen vom französischen Erzbischof Marcel Lefebvre (1905-1991) in der Schweiz gegründete Priesterbruderschaft bemüht sich seit Jahren um Annäherung an den Vatikan. 1975 verlor die Bruderschaft die offizielle kirchliche Anerkennung. Papst Benedikt XVI. kam ihr zunächst mit der Aufhebung von Restriktionen für die lateinische Messe entgegen. Am 21. Januar 2009 hob er die Exkommunikation der vier Bischöfe der Bruderschaft auf, um so die Einheit der Kirche zu fördern. Die Aufhebung der Exkommunikation der ohne päpstliche Billigung geweihten Bischöfe, darunter der Holocaust-Leugner Richard Williamson, löste heftige Proteste aus.

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