Gewimmel in Brandenburgs Wäldern

Bauern und Förster beklagen massive Schäden durch den viel zu großen Wildbestand

  • Von Thorsten Gehrke, dpa
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Mensch breitet sich immer stärker aus und schränkt damit den Lebensraum von Tieren ein. Das Wild sucht sich dann selbst seinen Platz. Klagen über verwüstete Vorgärten sind die Folge. Zu hohe Wildpopulationen bringen aber auch andere Probleme.

Potsdam. Rehe, Hirsche, Wildschweine – in Brandenburg gibt es überreichlich Wild. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Potsdam sind bei Kollisionen mit Wild von Januar bis Juli vier Menschen getötet und 76 verletzt worden. Im Vorjahr waren es zu dem Zeitpunkt zwei Tote und 97 Verletzte.

Die Jäger sind bemüht, den Wildbestand einzudämmen. Trotz hoher Abschüsse wird das Ziel aber richtig erreicht. In der Saison 2010/11 wurden rund 160 000 Tiere erlegt, sagt der Geschäftsführer des Landesjagdverbandes, Bernd Möller. »Das sind 7000 Stück mehr als in der Vorsaison.« Den größten Anteil hätten Wildschweine, die das ganze Jahr bejagt werden dürfen. Es seien gut 72 000 »Schwarzkittel« sowie 68 000 Stück Rehwild erlegt worden. Geschossen wurden auch noch 8800 Stück Rot- und 13 600 Stück Damwild sowie 980 Stück Muffelwild. Nach Angaben des Brandenburger Agrarministeriums war der Landkreis Oder-Spree mit 1210 erlegten Hirschen absolute Spitze. Di...


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