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Davis: Kampf bis zum letzten Atemzug

Verurteilter US-Häftling beharrt auf Unschuld

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Washington (dpa/ND). Stunden vor seiner Hinrichtung hat der in den USA zum Tode verurteilte Häftling Troy Davis auf seiner Unschuld beharrt. In einem Brief an seine Unterstützer sagte er, dass er Frieden gefunden habe, aber bis zum letzten Atemzug kämpfen werde. Zehntausende weltweit wollten die um die für den heutigen Donnerstag 1.00 Uhr MESZ angesetzte Exekution in Jackson (US-Bundesstaat Georgia) mit Mahnwachen begleiten.

Davis soll 1989 in Savannah (Georgia) einen jungen weißen Polizeibeamten getötet haben, der einem zusammengeschlagen am Boden liegenden Obdachlosen helfen wollte. Sieben von neun Zeugen hatten seit dem Mordprozess im Jahr 1991 ihre Aussage widerrufen oder abgeändert. Zudem war die Tatwaffe nie gefunden worden. Es gab auch keine physischen Beweise wie DNA-Spuren. Das Todesurteil stützte sich hauptsächlich auf die Aussagen eines Mannes, der Davis am Tatort gesehen haben will. Dieser Zeuge war selbst zuvor in Verdacht geraten, das Verbrechen begangen zu haben.

Hunderttausend Menschen in allen Teilen der Welt hatten für eine Verschonung des heute 42-Jährigen gekämpft, auch eine Reihe Prominenter setzte sich für ihn ein –- darunter Papst Benedikt XVI., Friedensnobelpreisträger, zahlreiche US-Kongressabgeordnete und ein früherer Direktor der Bundespolizei FBI. Dennoch wurde am Dienstag eine Begnadigung abgelehnt.

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