Let's twist again

Neue geldpolitische Operation der US-Notenbank stößt auf Skepsis

  • Von John Dyer, Boston
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die US-Notenbank möchte dafür sorgen, dass die Kreditzinsen sinken. Das soll die Hauseigentümer freuen und das Wachstum ankurbeln. Eine neue Maßnahme soll helfen.

Es klingt nach Tanzvergnügen und Rock'n'Roll: »Twist« (engl.: Drehung, Wendung) wird der neueste Eingriff der US-Notenbank genannt. Wie bei einer ähnlichen Operation im Jahr 1961 will die Fed Staatsanleihen mit Laufzeiten bis drei Jahren verkaufen und solche mit Laufzeiten von sechs bis 30 Jahren kaufen. Insgesamt hat die Fed US-Staatsanleihen für 1,6 Billionen Dollar in ihren Büchern, der Twist soll Anleihen im Wert von 400 Milliarden Dollar betreffen. Ziel der Operation ist es, wie bei kurzfristigen Staatsanleihen die Zinsen bei langlaufenden auf nahe Null zu senken.

Der Zweck der Übung: Viele Hausbesitzer in den USA haben Hypothekenkredite mit Laufzeiten von zehn Jahren. Ein paar Zehntelprozentpunkte weniger bei der Zinsbelastung macht dabei viel aus. Ökonomen der Fed erwarten dadurch ein zusätzliches Wirtschaftswachstum von 0,4 Prozent und die Schaffung von 350 000 Arbeitsplätzen bis 2013. Zur Stützung des Hypothekenmarktes verzicht...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.