Ostdeutsche leben riskant

Statistisches Bundesamt: Armutsgefährdung in den neuen Ländern deutlich höher als im Westen

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In Mecklenburg-Vorpommern ist jeder fünfte Einwohner armutsgefährdet – in Bayern nur jeder zehnte. Die Auswertung des »Mikrozensus 2010« belegt, wie groß das Wohlstandsgefälle noch ist. Allerdings gibt es mittlerweile auch in den alten Ländern »gefährliche« Gegenden.

Es gibt gefährliche Landstriche in Deutschland. Regionen, in denen das Risiko zu verarmen oder in Armut zu leben, deutlich höher ist als anderswo. Zu diesen risikobehafteten Zonen zählen etwa Mecklenburg-Vorpommern oder der Stadtstaat Bremen. In beiden Bundesländern gilt jeder fünfte Einwohner als »armutsgefährdet«. Das behauptet nicht etwa die Linkspartei, sondern das Statistische Bundesamt. Doch wie ermittelt man die Armutsgefährdung? Laut Definition der Europäischen Union ist »armutsgefährdet«, wer »weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung« zur Verfügung hat. Dazu zählen in Deutschland Ein-Personen-Haushalte, die monatlich mit weniger als 826 Euro auskommen müssen.

Die am Donnerstag veröffentlichten Armutszahlen aus dem »Mikrozensus 2010« zeigen eindrucksvoll, wie groß die Unterschiede bei den Armutsgefährdungsquoten zwischen Ost- und Westdeutschland sind. Während in den alten Bundes...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.