Bauernaufstand in Straßburg

Ost-Agrargenossenschaften gegen Deckel bei EU-Direktzahlungen

  • Von Hendrik Lasch
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Ostdeutsche Agrargenossenschaften wehren sich gegen die geplante Deckelung der EU-Direktzahlungen. Kurz vor Vorstellung konkreter Pläne warben sie im Straßburger Parlament für Korrekturen.

Ist es ein Unterschied, ob zehn bäuerliche Familienbetriebe aus Brüssel je 50 000 Euro überwiesen bekommen oder ob ein Betrieb, in dem zehn Menschen gemeinsam wirtschaften, eine halbe Million bekommt? Ja, meint EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos, der Subventionen für große Agrarbetriebe reduzieren und ab einer bestimmten Höhe kappen will. Nein, sagen Vertreter der ostdeutschen Agrargenossenschaften, die jetzt versuchten, konservative und sozialdemokratische EU-Abgeordneten des EU-Parlaments in Straßburg zu Korrekturen an dem Vorhaben zu bewegen. Konkrete Pläne will die EU-Kommission am 12. Oktober öffentlich präsentieren.

Die Genossenschafter sind zunehmend alarmiert, seit immer neue Details zu Ciolos' Plänen an die Öffentlichkeit dringen. Im Bestreben, kleine Agrarbetriebe zu stärken und Zuweisungen an große Landbesitzer, die oft keine Landwirtschaft betreiben, zu drosseln, st...


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