Oliver Eberhardt 28.09.2011 / Politik

»Wenn jemand viel Geld verspricht ...«

Liberia kämpft gegen das kriminelle Geschäft mit Adoptionen

Arbeit, Prostitution, Adoption: Der internationale Kinderhandel ist nach wie vor ein Milliardengeschäft, und die Staaten Westafrikas sind einer seiner Hauptschauplätze. In Liberia macht nun die Regierung mobil, so gut es eben geht in einem Land, dessen Strukturen durch jahrelangen Bürgerkrieg zerstört sind.

John weiß, worum es geht, er war Kindersoldat, bis er ein erwachsener Soldat wurde. Darüber reden will er nicht. »Glauben Sie mir«, sagt der 32-Jährige auf Englisch, »es gibt nichts, das Menschen sich nicht gegenseitig antun würden.«

Seit Tagen schon warten er und seine Männer, eine Hand immer an der Waffe, im Busch an der Grenze Liberias zu Sierra Leone. Unermüdlich, Tag und Nacht, suchen sie die Umgebung ab, während die Hitze Westafrikas auf sie einbrennt, bis die Uniformen, die bei der Abreise in Monrovia, der Hauptstadt Liberias, noch sorgfältig gereinigt und gebügelt gewesen waren, an ihren Körpern kleben. »Schlafen, Essen sind Nebensache – dieser Krieg ist der Wichtigste, in dem ich jemals gekämpft habe.«

John und seine Männer sind Beamte einer Spezialeinheit der liberianischen Polizei. Deren einziger Auftrag: Der Kampf gegen den Kinderhandel. Es ist ein schwieriger Kampf: Lange Bürgerkriege haben die Strukturen in den Staa...

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