Mit Mickel im Boot

Manfred Jendryschik: »Deutsche Herbste«

  • Von Ernst Schneider
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Autor als Erzähler, Lyriker, Essayist ist ein spitzzüngiger Mensch. Kaum vorstellbar, dass er einige Jahre das Amt des Dessauer Kulturdezernenten innehatte. Vielleicht lag es daran, dass er als gebürtiger Dessauer (1943) schneller war und in die Zeit der »Runden Tische« Menschen mit Ecken und Kanten besser passten als welche mit Stromlinienform. Ein Apparatschik ist Jendryschik auch nach sechs Behördenjahren nicht geworden. Aber ein Unternehmer – im Sinne von Tun. Als Lektor und Autor hat Jendryschik viele Bücher zuwege gebracht. Die Freundschaften, die in vielen Fällen heute noch bestehen und sich in aktuellen, von Jendryschik betreuten Reihen und Anthologien bestätigt finden, zeugen von seinem profunden Umgang mit den ihm anvertrauten Texten.

In dem Buch nun, das nach »Entschuldigung, wo geht’s hier zur Revolution?« von 2009 sein jüngstes ist, und für das er ein weiteres Mal Archiv und Festplatte geöffnet hat, gibt es ein Zeug...


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