Fabian Lambeck 29.09.2011 / Ausland

5000 Flüchtlinge warten in der Wüste

Amnesty International und Pro Asyl plädieren für Aufnahme in EU-Staaten

Sie sind die kaum beachteten Opfer des arabischen Frühlings: In provisorischen Wüstenlagern warten 5000 von der UNO bereits anerkannte Flüchtlinge auf ihre Weiterfahrt nach Europa. Doch die meisten EU-Staaten sperren sich gegen die unwillkommenen Migranten. Amnesty International und Pro Asyl fordern nun von der Bundesregierung, wenigstens einen Teil der Verzweifelten aufzunehmen.

Sie kommen aus Ländern wie Somalia, Sudan oder Eritrea. Auf der Flucht vor Bürgerkrieg, Unterdrückung und Hunger strandeten Zehntausende von ihnen in Nordafrika. Zwar wurden in jüngster Zeit jene arabischen Despoten gestürzt, die von EU-Ländern bislang dafür bezahlt wurden, die Flüchtlinge an der Überfahrt nach Europa zu hindern. Doch für viele hat der arabische Frühling keine Verbesserungen gebracht. Im Gegenteil: Über 5000 vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) bereits anerkannte Flüchtlinge sitzen in provisorischen Lagern in Tunesien und an der ägyptisch-libyschen Grenze fest. Das UNHCR appellierte an die reichen Industrienationen, diese Menschen nicht zu vergessen. Und die Reaktion? »Nur sieben EU-Staaten wollen einige Flüchtlinge aufnehmen«, so Wolfgang Grenz, der Generalsekretär von Amnesty International, am Donnerstag in Berlin. »Deutschland ist übrigens nicht darunter«, betonte Grenz.

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