Heer ballert gegen Bundeswehrreform

Lehr- und Informationsübung bei Munster

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Panzer, Hubschrauber und deren Geballer ließen eine Woche lang die Lüneburger Heide erzittern. Das deutsche Heer zeigte inmitten der Bundeswehrreform nachdrücklich, für wie unentbehrlich es sich hält.

Heute Abend kann die Natur in Niedersachsens wichtigstem Militärgebiet wieder aufatmen. Es ist Freitag, das Manöver beendet, die Soldaten kehren heim. Insgesamt 3000 Soldaten des Heeres waren an der diesjährigen Lehr- und Informationsübung beteiligt. Dazu wurden rund 900 Gäste – darunter zahlreiche Offiziersanwärter – mit Buskonvois durch ein inszeniertes Krisengebiet gefahren. Von Schauplatz zu Schauplatz, vorbei an Panzerwracks und Flüchtlingskolonnen.

Die fiktiven Staaten Wettina und Seeland kämpfen um ein Gebiet, das von der Bundeswehr entmilitarisiert werden soll. Doch die Lage ist, so schreibt es die Manöverfabel vor, ziemlich instabil. Man fühlt sich an Kosovo – oder noch schlimmer – an den deutsch-kommandierten ISAF-Sektor im Norden Afghanistans erinnert.

Äußerlich lief die Übung ab wie immer. Man folgte einem erprobten Plan, die Regie hatte alles im Griff, schließlich wurde ja auch lange genug für diese W...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.