Spur der Mutationen

Das Kolbe-Museum präsentiert den Bernhard-Heiliger-Preisträger Fabian Marcaccio

Die quietschbunte und chemie-basierte Postmoderne hält spektakulär Einzug im Georg-Kolbe-Museum, einem Hort der klassischen Moderne, die von Marmor und Bronzen geprägt war. Anlass ist die Ausstellung des aktuellen Trägers des Bernhard-Heiliger-Preises für Skulptur, Fabian Marcaccio. Der in New York ansässige Argentinier steht mit seinen in Farbwahl wie Form explodierenden Figuren in bemerkenswertem Kontrast zu den sehr kompakten, edel verschliffenen Arbeiten des Namensgebers des Preises. In einer Werkgruppe, die Marcaccio selbst »Paintants«, ein Wortspiel aus Bild (Painting) und Mutant, nennt, und in der eine mit dicken Farbschichten bedeckte Leinwand aus der Fläche sich in die dritte Dimension hervorwölbt, entwickelt der aus der Keilrahmenmalerei kommende Künstler eine ganz neue Form von Körperlichkeit. Er kreiert zerrisse, zerfetzte Körper in oft gewaltigen Dimensionen. Wucherungen quellen aus ihnen hervor. In Fetzen strebt die von Aluminiumgestellen getragene Leinwand in alle Richtungen. Das pastos aufgetragene Silikongel verstärkt diesen Effekt noch und versetzt die Figuren in einen zuckenden Zustand. Zusätzlich sind diese hohlen und defekten Menschenleiber mit Objekten verschmolzen, die ihrerseits wie durch Hitzeeinwirkungen und mechanische Gewalt deformiert anmuten,Es ist ein gewaltiges Werk, das sich wie eine dicke Farbspur durch das Museum zieht.

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