Thor versus Christus

Thor Vilhjálmsson: Sein Roman »Morgengebet« ist Weltliteratur

  • Von Peter L. Zweig
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.
Als entschieden wurde, welchem Land sich die Frankfurter Buchmesse 2011 widmen sollte, stand auch der Stargast fest: Thor Vilhjálmsson, der nach Halldor Laxness bedeutendste isländische Schriftsteller. Doch am 2. März 2011 ist Vilhjálmsson gestorben. Wir halten nun sein Hauptwerk in den Händen, den Roman »Morgengebet«.
Der Osburg Verlag vergleicht in seiner Verlagswerbung Vilhjálmssons Opus Magnum mit Umberto Ecos »Der Name der Rose«. Mit Recht! Beide Romane bieten spannende, komplexe Geschichten, beide halten hinter den Kulissen aber auch historische und religiöse Diskurse bereit. Vilhjálmsson erzählt die Geschichte Sturla Sighvatssons (1199-1238) aus der Sturlunga Saga, die in der Prosa-Edda überliefert ist, mit den Mitteln des modernen Romans. Der junge Sturla ist klug, tatkräftig, ehrgeizig. Ihm könnte es gelingen, die Unabhängigkeit Islands zu wahren, er müsste nur die Mehrzahl der einflussreichen Familien hinter sich bringen, sein...

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