Drei Preise und ein Todesfall

Die naturwissenschaftlichen Nobelpreise 2011: Medizin-Ehrung für kürzlich Verstorbenen schafft Präzedenzfall

  • Von Martin Koch
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

So etwas gab es noch nie in der Geschichte der Nobelpreise: Die begehrte Medaille ging an einen Forscher, der bereits vor der Ehrung gestorben war. Eine weitere Überraschung blieb aus: Die USA belegten mit vier von sieben Preisen nach einjähriger Pause wieder Platz eins in der Nationenwertung.

Wie funktioniert unser Immunsystem? Dies zu wissen, ist für Mediziner ebenso bedeutsam wie für Biologen. Denn ohne ein körpereigenes Abwehrsystem hätten in der Evolution weder Menschen noch andere »höhere« Lebewesen langfristig existieren können. Und noch etwas kommt hinzu, Stichwort Aids: Von dem einst vollmundig prophezeiten Sieg des Menschen über die Mikroben ist die Medizin nach wie vor weit entfernt.

Dass wir dennoch mehr als nur in Grundzügen verstehen, wie das Immunsystem arbeitet, ist auch das Verdienst der neuen Medizin-Nobelpeisträger: Jules Hoffmann (Frankreich), Bruce Beutler (USA) und Ralph Steinman (Kanada). Der in Luxemburg ...


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