Täuschen, Tricksen, Wegschließen

Medizinische Studien dienen häufig der Desinformation von Ärzten und Patienten

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Welche Studien braucht der Mensch? So fragte kürzlich die BUKO-Pharma-Kampagne bei einer Veranstaltung in Bielefeld. Natürlich gute Studien, die sichere und vollständige Informationen zur Wirkung von Medikamenten liefern. Das ist leider nicht die Regel

Gerade bei Innovationen in der Medizinbranche wird nach Kräften getrickst. Überzeugt die Wirkung eines Medikamentes nicht oder sind die Nebenwirkungen verheerend, kommen diese Ergebnisse möglicherweise niemals an die Öffentlichkeit. Das ist möglich, weil es keine Pflicht zur allgemeinen Registrierung aller Studien gibt. Mit einer solchen Auflage würden auch abgebrochene Untersuchungen bekannt, möglicherweise Menschenleben geschützt und doppelte Arbeit wäre vermeidbar.

Einige Möglichkeiten, Studienergebnisse zu manipulieren, nennt Thomas Kaiser vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): »In der Auswertung und der Berichterstattung zu Studien finden sich plötzlich ganz andere Aussagen als in den Originalunterlagen. Bei den klinischen Endpunkten von Studien werden einfach die Schwellenwerte variiert, der Öffentlichkeit werden nur unvollständige Ausschnitte vermittelt.«

Schwierige Datenüberprüfun...


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