Werbung

»Besetzt die Wall Street«

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

»Occupy-Wallstreet« lautet das Motto der US-Protestbewegung, die auch von Studenten getragen wird. Als Opfer fauler Kredite steht ihnen das Wasser bis zum Hals (s. Artikel). Ein Auszug us-amerikanischer Kommentare zeigt die ganze Dramatik.

Am 3. Oktober 2011 sprach Steve Chiotakis mit Gregory Warner auf marketplace.publicradio.org (bit.ly/nCNgXY) über den Vorschlag der Bewegung, den Studenten »alle Schulden zu erlassen«, um die »Wirtschaft anzukurbeln«, damit »Hunderte an Dollar zurück in die Taschen der Mittelstandsfamilien fließen.« Ähnlich der Immobilienblase, »ermutigte das »Wallstreet-Kapital zum aggressiven Absetzen von Darlehen an Studenten.«

»Es sind nicht«, so Allie Clark, »ein paar schnorrende Kids, die mit einem Darlehen ein Orchideenfach studieren wollen! Millionen von ernsthaft arbeitenden Amerikanern, die ihre Schulden begleichen möchten, sind in diesen gefangen, denn ?diese schießen wie Pilze aus dem Boden?. Sie verfolgen dich dein Leben lang, solltest du die Raten nicht mehr zahlen können. Gott vergib, wirst du jemals krank, arbeitslos oder pleite. Die Raten sind uneinholbar hoch - auch deshalb, weil die Regierung mit den Banken unter einer Decke steckt. Dagegen ist die Mafia zahm! (?) Wir haben eine Menge zu tun, um die ?Studien-Darlehen-Industrie? zu reformieren. (?) Bis dahin brauchen wir eine Spritze, die die Wirtschaft dort in Gang bringt, wo es am nötigsten ist - in das Portemonnaie der arbeitenden Klasse - SCHULDENERLASS SOFORT!« Dan Mulligan findet einen Schuldenerlass »nicht gänzlich unsympathisch« befürchtet aber, dass dieser »eine sehr schlechte Botschaft für jedermann« sei und eine »Beleidigung für alle, die sich ?den Hintern aufreißen?, ihre Schulden abzuzahlen.«

Nach nancy benson »ist niemand gezwungen, das Studium innerhalb von vier Jahren zu absolvieren. Es gäbe die Option des Teilzeitstudiums, der ?In-State-Schule? oder der ?Zwei-Jahre-Schule?. Für einen Job oder um Geld zu machen ist das nicht essenziell.« Tracie E erzählt: »In-State Studenten zahlten vor 20 Jahren in einer gut ausgestatteten öffentlichen Universität in Ohio um die 6000 Dollar pro Jahr für Schulgeld UND Unterkunft/Verpflegung. Heute nimmt dieselbe Universität 24 000 Dollar für In-State Studenten und fast das Doppelte für externe Studenten. Die Jobaussichten heutiger Studenten sind so trübe wie damals. Deren Anfangsgehälter stiegen nicht auf das Level, das die steigenden Kosten höherer Bildung abdeckt. Bekommt einer einen Job mit regulärem Gehalt, kann er sich richtig, richtig glücklich schätzen. Viele sind gezwungen, um ?sich nach der Decke zu strecken?, in mehreren Teilzeitjobs gleichzeitig zu arbeiten oder, um Erfahrungen vorzuweisen, niedrig bezahlte Praktika anzunehmen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen