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Portugal soll Gürtel noch enger schnallen

Die konservative Regierung bittet vor allem den Mittelstand zur Kasse

  • Von Ralf Streck, San Sebastian
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Mit drakonischen Einsparungen will die portugiesische Regierung 2012 das Haushaltsdefizit senken. Ministerpräsident Pedro Passos Coelho stellte am Donnerstagabend in einer Fernsehansprache den vom Kabinett verabschiedeten Etat vor.

Einbußen bei Einkommen wie Renten und längere Arbeitszeiten sieht der portugiesische Haushalt für das kommende Jahr vor. Die konservative Regierung setzt die Schere dabei vor allem beim Mittelstand an, der 2012 Verluste von bis zu 20 Prozent hinnehmen dürfte, wie die Wirtschaftszeitung »Jornal de Negocios« vorrechnet. Bei Rentnern und Staatsbediensteten, die über 1000 Euro im Monat erhalten, werden Sonderzahlungen für den Urlaub und für Weihnachten wegfallen. Im Privatsektor solle die Arbeitszeit um eine halbe Stunde pro Tag angehoben werden, außerdem seien »Anpassungen« bei der Urlaubszeit geplant.

Doch auch die schlechter Verdienenden werden erneut zur Kasse gebeten. Wer mehr als den Mindestlohn, aber weniger als 1000 Euro verdient, muss ebenfalls mit Einschnitten bei den Sonderzahlungen rechnen. Arme sind besonders davon betroffen, dass der verringerte Steuersatz auf vie...


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