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»Mein Name ist nicht XX«

DNA-Suche im Massengrab – Gewaltopfer in Guatemala sollen würdig bestattet werden

  • Von Andreas Boueke
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Das Loch ist sechs Meter breit, zwölf Meter tief. Jeden Tag wird es tiefer. Vier junge Wissenschaftler tragen die übereinander liegenden Leichen ab. Zehntausende Knochen. Alle müssen gesäubert, begutachtet und katalogisiert werden. Die Männer wissen nicht, wie viele Leichen noch unter ihren Füßen liegen - Dutzende, Hunderte, Tausende?

Auf den ersten Blick mag die Prozedur auf dem Friedhof La Verbena in Guatemala-Stadt makaber erscheinen. Doch der Dominikanermönch Luis Miguel Ortero hält das Vorgehen für einen wichtigen Beitrag zur würdevollen Erinnerung an die Opfer des Bürgerkriegs, der vor 15 Jahren offiziell zu Ende ging. »Durch die Exhumierungen können die Toten endlich zu Grabe getragen werden. So können sie in Frieden ruhen.«

In drei riesigen Schächten bergen Wissenschaftler der Stiftung für forensische Anthropologie Tausende verwester Körper. Zuständig für die Koordination vor Ort ist Gerson Martinez. »Wir vermuten, dass h...


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