Werbung

Kings Traum

Kommentar von Olaf Standke

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

An dieser Stelle rief Martin Luther King am 28. August 1963 Hunderttausenden jene Worte zu, die ihn in aller Welt berühmt machen sollten: »I have a dream«, den Traum von der Gleichbehandlung aller Menschen. Am Sonntag wurde auf der National Mall unweit vom Weißen Haus ein Denkmal für den einflussreichsten Bürgerrechtler der USA eingeweiht, das erste für einen Afroamerikaner auf Washingtons geschichtsträchtiger Prachtmeile. Der Friedensnobelpreisträger wurde fünf Jahre später von einem Rassisten erschossen. Gestern hielt der erste schwarze Präsident der USA die Laudatio. Zu Recht sprach die Stiftung, die das Memorial-Projekt 15 Jahre lang vorantrieb, von einem riesigen Schritt in der Geschichte des Landes. Die Bürgerrechtsbewegung hat das Wahlrecht für Afroamerikaner und weitreichende Antidiskriminierungsgesetze durchgesetzt. Benachteiligt werden sie im Alltag aber noch immer. Ihr Anteil an den 46 Millionen Armen im Lande etwa ist überproportional groß. Die Reichtumskluft zwischen Weiß und Schwarz wurde in den vergangenen Jahren sogar größer denn kleiner. Die Statue in Washington soll Kings zentraler Botschaft Gestalt geben: Hoffnung auf ein Leben in Würde für alle Menschen. Was für den Baptistenpastor ganz dezidiert auch wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit bedeutet hat. Er hätte mit Sicherheit zu jenen gehört, die das an diesem Wochenende in aller Welt eingefordert haben.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen

Münzenbergforum
Münzenbergforum