Ungesundes Marketing

Ärzte unterschätzen Manipulationstechniken der Pharmaindustrie

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Alle Patienten wollen, dass ihr Arzt vernünftige Entscheidungen trifft. Dafür sollte er ausgebildet sein. Auf die Verschreibung von Medikamenten wollen jedoch auch die Hersteller Einfluss nehmen. Sie machen es Ärzten oft schwer, rational im Sinne ihrer Patienten zu handeln.

Zehn bis zwanzig sogenannte Fachzeitschriften erhält Wolf-Dieter Ludwig pro Woche, »unbestellt und kostenlos«. Der Onkologe und Klinikchef, der zugleich die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft leitet, nannte auf dem Jubiläumskongress der BUKO-Pharma-Kampagne, der kürzlich in Bielefeld anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Organisation stattfand, einige Merkmale dieser Publikationen: Werbung schon auf dem Deckblatt, im Inhalt vor allem Kongressberichte, keine Informationen über Interessenkonflikte der Autoren mit der Pharmaindustrie. Die Beiträge werden nicht durch unabhängige, gleichrangige Wissenschaftler begutachtet, es gibt weder den kritischen Leitartikel noch Leserbriefe. Durchaus zu finden sind hingegen Werbung für Luxusgüter, Beilagen für das Wartezimmer und immer können die Mediziner mit Hilfe der Hefte CME-Punkte erwerben, das sind Punkte für eine »kontinuierliche berufsbegleitende Fortbildung«. 250 Punkte müss...

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