Pokern in Prora

Das NS-Dokumentationszentrum in der Rügener Nazi-Immobilie darf bleiben - vorerst

  • Von Martina Rathke, dpa
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Das Hin und Her um das Dokumentationszentrum Prora in der einst von den Nazis als »Seebad der 20 000« geplanten Riesenimmobilie auf Rügen geht weiter. Für ein Jahr darf das Museum zur NS-Sozialgeschichte in den Räumen verbleiben. Wie es danach weiter geht, ist ungewiss.

Prora. Im seit Jahren schwelenden Streit um die Zukunft des Dokumentationszentrums Prora im einst als »Seebad der 20 000« geplanten NS-Bau zeichnet sich wieder nur eine Zwischenlösung ab. Auf Anregung des Bundestags-Petitionsausschusses haben sich der Vermieter und das Museum auf eine Verlängerung des Mietvertrages bis Ende 2012 für die angestammten Räume geeinigt, wie der Vorsitzende des Petitionsausschusses, Günter Baumann (CDU), am Montag nach einem Besuch in Prora sagte. Die Inselbogen GmbH und das Zentrum würden nun über einen moderaten Mietpreis verhandeln.

Der Kompromiss sei »nicht das Optimale«, doch beide Seiten seien aufeinander zugegangen und hätten Zugeständnisse gemacht, sagte Baumann. Betroffen von dem Kompromiss ist auch das privat betriebene Museum »KulturKunstStatt«, das sich wie das Dokumentationszentrum mit einer Beschwerde gegen das Bundesfinanzministerium an den Petitionsausschuss gewandt hatte.

Dem Museu...


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