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Soziale Proteste und Jugendkrawalle – Slavoj Žižek reflektiert Gewalt

  • Von Florian Schmid
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Krawalle in Großbritannien im Frühsommer wie die Zusammenstöße dieser Tage in Rom und Athen erinnern an die Unruhen in den Pariser Vorstädten vor sechs Jahren. Perspektivlosigkeit, kriminelle Energie und Flächenbrand sind drei Schlagworte, die stellvertretend für die gängigen Vokabeln in den Medien zur Erklärung der allseits zunehmenden Proteste stehen. Wenige bemühen sich ernsthaft um Ursachenanalyse. Der Philosoph Slavoj Žižek befasst sich in seinem nunmehr (mit drei Jahren Verzögerung) auch auf Deutsch vorliegenden Buch mit den Unruhen in den Pariser Banlieues. Es geht in seinen »sechs abseitigen Reflexionen« über Gewalt aber auch um die Ausschreitungen nach dem Abdruck von Mohammed-Karikaturen in einer dänischen Zeitung, um die von US-Soldaten in Abu Gohreib vorgenommenen Folterungen und Ereignisse im Gefolge des Hurrikans Katrina.

Žižek erklärt, dass während der Banlieue-Aufstände 2005 der Protest nur die Form »bedeutungsl...


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