Wunschstudium bleibt oft ein Traum

Noch nie studierten in Deutschland so viele Menschen

  • Von Robert Meyer
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Zum Wintersemester 2011/2012 strömen mehr als 500 000 Studienanfänger an die deutschen Hochschulen - eine Rekordzahl. Aufgrund von immer häufiger auftretenden Zulassungsbeschränkungen gehen aber schätzungsweise bis zu 50 000 junge Menschen leer aus. Eine Klage gegen eine Ablehnung sollte aber dennoch wohl überlegt sein.

Das Problem ist nicht neu, nur haben sich im Laufe der letzten vier Jahrzehnte die Kennzahlen deutlich nach oben korrigiert. Ächzten die Hochschulen Mitte der 60er Jahre noch über eine Verdopplung der Anfängerzahlen auf rund 50 000 Studienanfänger, müssen die akademischen Ausbildungsstätten heute mit zehn Mal so vielen angehenden Akademikern zurechtkommen. Obwohl in diesem Jahr ein Rekord der Anfängerzahlen zu verzeichnen ist, liegt Deutschland im OECD-Vergleich bei der Zahl seiner Akademiker noch immer deutlich hinter vergleichbaren Industrienationen zurück. Nicht zuletzt hat dies mit einem zu langsamen Ausbau an neuen Hochschulplätzen zu tun, da die Schätzungen der Politik für Neueinschreibungen in den letzten Jahren deutlich von der Realität abwichen.

Besonders drastisch äußert sich diese Fehleinschätzung in diesem Jahr. Ging Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) Anfang 2011 in ihren Prognosen zunächst noch von 455 000...


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